Heute habe ich einen Link gebacken.

Ich koche mich gerade durch eines meiner Lieblingskochbücher – Vegan kann jeder. Es ist wirklich sehr schön aufgemacht, bietet alltagstaugliche und zugleich unglaublich pfiffige Rezepte und macht einfach Spaß. Länger als das Buch begleitet mich der zugehörige Blog in der Küche – auch hier findet ihr kreative vegane Kost, die einfach Spaß macht.

Heute gab es also Chia-Zitronen-Muffins, für mich absolutes Neuland. Zum einen war mir nicht klar, dass man mit Chia auch backen kann, zum anderen kam erstmals Kokosmehl zum Einsatz. – Der Omnivore im Haus kam gerade als die Muffins abgekühlt waren, von einem langen Lauf nach Hause, was kann es da besseres geben als Chia-Seeds? Jedenfalls hat er gleich drei der kleinen Teilchen verdrückt… Test also erfolgreich bestanden.

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Das alte Mensaproblem, schwäbisch gelöst

… und Muttern mischt wieder ein Mitnehm-Mittagessen für die kleine Vegetarierin zusammen. Linsen-Spätzle-Salat – geht schnell und schmeckt!

ca. 300 g Spätzle (hier in Schwaben auch vegan erhältlich!)
1 kl. Dose Linsen (265 g Abtropfgewicht)
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
5-6 Cornichons
2 vegane Würstchen
1 TL Senf
Weißweinessig, Öl, Salz, Pfeffer

Die Linsen abtropfen lassen und mit den Spätzle vermischen. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, die Cornichons und Würstchen würfeln und unterrühren. Dann noch ein Dressing aus Senf, Essig, Öl, Salz und Pfeffer anrühren und über den Salat geben, umrühren, gut durchziehen lassen. Fertig!

Die kleine Vegetarierin spricht zwar aus Prinzip nur Hochdeutsch, aber die Küche der Eingeborenen liebt sie!

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Pasta mit Zucchini-Bandnudeln

Zucchini-Nudeln sind irgendwie doch keine Nudeln, aber zusammen mit Nudeln geht’s.

Schnell geht es auch, dieses Zeug. Die Inspiration kam schon wieder vom Chefkoch. Die App nutze ich als Kochbuch-Süchtige wie ein Taschenkochbuch, in das ich immer mal wieder reinlinse. Heute habe ich übrigens zwei neue Kochbücher erworben – geht noch schneller als Schuhe zu kaufen, macht aber auch glücklich. Das nur am Rande, jetzt zurück an den Herd!

300 g Spaghetti
1 EL Kokosöl
2 mittelgroße Zucchini
ca. 200 ml Wasser
2 EL Sojasauce
4 EL Erdnussbutter, crunchy
1 TL Sambal oelek
1-2 TL rote Thai Curry-Paste

Während die Spaghetti kochen, die Zucchini mit einem Sparschäler (hier kann man lesen, warum er so heißt) zu Bandnudeln hobeln und kurz im heißen Kokosfett im Wok andünsten. Dann mit Wasser und Sojasauce ablöschen, Erdnussbutter, Sambal oelek und Curry-Paste einrühren.

Erschreckt nicht, das ist erstmal eine sehr flüssig anmutende Angelegenheit, wird aber durch die Erdnussbutter schön cremig.

Wenn nötig, salzt man noch ein wenig nach – aber Vorsicht, die Sojasauce ist meist recht salzig.

Zu guter Letzt werden die Nudeln dazugegeben. Man kann es noch individuell nachschärfen mit Sambal oelek – allerdings haben meine Mitesser so schon diskret gekeucht…

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Strafsuppe.

Wer unkontrolliert einkauft, wird bestraft.

In diesem Jahr soll ja nichts mehr vergammeln. Als ich gestern den Gemüseinkauf verstaute, fiel mir Suppengemüse in die Hände, das irgendwie in meinen Einkaufswagen und in Vergessenheit geraten war. Besser würde es mit der Zeit nicht werden können, so dass es nichts wurde mit der umgehenden abendlichen Entspannung, stattdessen wurde geschnippelt. Und wundersamerweise fanden sich noch weitere verwertungsbedürftige Reste…

1 EL Öl
1 Zwiebel
500 g Suppengemüse
1 Zucchino
1 große Süßkartoffel
1 l Wasser
200 ml Kokosmilch (ich hatte hiervon noch welche übrig)
2 EL Tom Kha-Paste

Zwiebel, Suppengemüse, Zucchino und Süßkartoffel würfeln und ein paar Minuten im heißen Öl anrösten.

Dann mit Wasser ablöschen, die Kokosmilch sowie die Tom Kha-Paste einrühren und alles einmal aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln.

Wer mag, salzt oder schärft nach – das war’s auch schon. Die Strafsuppe wird für die restlichen Mittagspausen dieser Woche reichen, die Abende sind kulinarisch bereits verplant und es soll ja nichts mehr schlecht werden…

Avocado mal anders

Inspiriert von einem Rezept, das mir die Chefkoch-App vorgeschlagen hat, gab’s heute ein Pesto auf Avocado-Basis… Dazu Spaghetti lunghi – Himmel, was waren die lang und unpraktisch, aber das kommt eben dabei heraus, wenn man Männern beim Einkaufen freie Hand lässt. 😉

1 Avocado
10 getrocknete Tomaten, einigermaßen abgetropft
1-2 Knoblauchzehen
40 g Pinienkerne
1 gute Handvoll Basilikumblätter
Saft von 1/2 Limette
Salz, Pfeffer, Chili

Alles im Thermomix pürieren – wer den nicht hat, zerkleinert die Zutaten ein wenig und nimmt Mixer, Pürierstab oder ähnliches. Abgeschmeckt wird das Pesto mit Salz, Pfeffer und Chili – es verträgt etwas Schärfe!

Dieses Pesto kommt gut ohne weiteres Öl aus, zum einen bringen die Tomaten etwas Öl mit, zum anderen ist die Avocado von Hause aus wundervoll cremig. Die Limette dient nur dem Frischekick, ob die Avocado oxidiert oder nicht, ist dank der tomatigen Farbbeimengung in diesem Fall egal.

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Grünzeug, versuppt

Für 2015 habe ich im wesentlichen keine Vorsätze – allerdings haben wir uns vorgenommen, in der Küche die Resteverwertung zu optimieren. Es gilt also, den Kühlschrank schlank zu essen und zu halten.

Heute gab es, den Witterungsverhältnissen angepasst, eine Bauch und Seele wärmende Suppe.

1 EL Kokosnussöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (daumengroß)
1 Kartoffel
600 g Spinat (TK – muss ja weg)
ca. 400 ml Wasser
200 ml Kokosnussmilch
Salz, Pfeffer, Chili

Die Zwiebel, die Knoblauchzehe und den Ingwer fein würfeln, die Kartoffel reiben.

Zunächst die Zwiebel im heißen Öl anbraten, dann Kartoffel, Knoblauch und Ingwer dazugeben und immer mal wieder gut rühren – die Kartoffelstückchen kleben sonst am Topfboden fest. Jetzt den Spinat hinzufügen und kurz andünsten, auch unter Rühren. Das ganze nun mit dem Wasser ablöschen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Zu guter Letzt die Kokosmilch einrühren und die Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken – fertig.

Habt ihr gemerkt, dass das warme Grünzeug auch noch schnell auf dem Tisch ist?

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Traumstücke – my way

Eigentlich hatte ich die Dinger schon im letzten Jahr backen wollen, aber aus unerklärlichen Gründen vergeht die Adventszeit immer rasend schnell.

Mein Kind ist ein Kokosschnittchen, also wurde das Grundrezept entsprechend modifiziert.

350 g Mehl
50 g Kakao
100 g Kokosflocken
150 Zucker (ich nehme immer Rohrohrzucker, zum einen mag ich das Wort, zum anderen wird’s nicht so süß)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
125 g Sojajoghurt
250 g Alsan
ca. 100 g Puderzucker

Alle Zutaten bis auf den Puderzucker miteinander zu einem Teig verkneten. Alternativ erledigt das auch gerne der Thermomix, in Abhängigkeit von der Temperatur der „Butter“ knetet er etwa 3-5 Minuten vor sich hin.

Probiert den Teig nicht! Suchtgefahr!!!!

Den Teig zu einer Kugel Formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad aufheizen (Ober- und Unterhitze).

Dann auf einer bemehlten Fläche gut daumendicke Rollen formen, etwa 1 – 2 cm große Stücke abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

Das Ganze kommt dann für ca. 15 Minuten in den Ofen.

Wenn die Traumstücke noch lauwarm sind, vorsichtig im Puderzucker wälzen. Fertig.

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